8. Anlagenbeispiele

8.1 Allgemeine technische Grundlagen,

Einsatz von Hydraulikschaltbildern

Prämisse

Die Anlagenbeispiele sind als Vorschläge zu verstehen. Sie erset-

zen nicht die fachm

ännische Projektierung durch einen Fach-

planer oder einen Heizungsfachbetrieb. Die Anlagenschemen

erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie können nicht

als Montageanleitung genutzt werden, vielmehr sind sie auf die

jeweiligen Anlagenbedingungen anzupassen und zu ergänzen.

Als Basis für die Montage sind die jeweiligen Montage- und

Betriebsanleitungen der eingesetzten Produkte zu beachten.

Hydraulische Weiche

Sie entkoppelt den Primärkreis (Kessel) vom Sekundärkreis

(Heizkreis). Die Hydraulische Weiche wird eingesetzt wenn:

• bei Altanlagen die Volumenströme, Druckverluste etc. nicht

eindeutig bestimmbar sind.

• der Anlagenvolumenstrom größer als der zulässige Volumen-

strom des Heizkessels ist und dadurch der Kesselwiderstand

zu groß wird.

• Kessel mit eingebauten Pumpen und nachgeschalteten

Mischerkreisen eingesetzt werden.

Heizkreismischer

Weishaupt Heizsysteme können gleitend in Abhängigkeit von der

Außentemperatur betrieben werden. Zwar ist im System mit nur

einem Heizkreis nicht zwingend ein Mischer erforderlich, dennoch

ist der Einsatz sinnvoll für:

• Anlagen mit mehreren Heizkreisen

• Parallelbetrieb von Heizung und Trinkwassererwärmung

• präzise Vorlauftemperaturen, z. B. Fußbodenheizung

• die Einbindung zusätzlicher ungeregelter Wärmequellen

z. B. Solar, Holz, BHKW

Öl-Brennwertkessel mit integrierter Pumpe

In der Baureihe WTC-OB werden generell drehzahlgeregelte

Pumpen der Effizienzklasse A eingesetzt. Bei Anlagen ohne

Hydraulische Weiche wird die Drehzahl der Pumpe in Abhängig-

keit der Kesselleistung (2-stufig) variiert. In Verbindung mit

Hydraulischen Weichen wird die Pumpendrehzahl in Abhängig-

keit zur Temperatur des sekundärseitigen Volumenstroms ge-

regelt, um eine Rücklaufanhebung über die Hydraulische Weiche

zu verhindern

Hinweis

Viele weitere Hydraulik-Schemen finden Sie auf

dem Partner-Portal in unserer Hydraulikdatenbank.

Sicherheitstechnische Ausrüstung

Die sicherheitstechnische Ausrüstung der Anlage ist nach

DIN EN 12828 vorzunehmen, daher ist der Einsatz des

Kleinverteilerset Typ WHK 6.0 mit Sicherheitsventil 3 bar,

Manometer und Schnellentlüfter vorzusehen.

Ausdehnungsgefäß

Die Größe ist nach DIN EN 12828 bzw. DIN 4807, Teil 2 zu

bestimmen. Bei der Ermittlung des Anlagenvolumen ist bei

Anlagen mit Pufferspeichern der erhöhte Gesamtwasserinhalt

zu berücksichtigen.

Systemtrennung

Eine hydraulische Trennung des Brennwertkessels vom

Heizungsnetz über einen Wärmetauscher ist erforderlich:

• bei nicht-sauerstoffdichten Fußbodenheizungsrohren

• bei offenen Heizungsanlagen

• wenn aufgrund der statischen Höhe der maximal zulässige

Betriebsdruck des Kessels nicht ausreichend ist

• wenn das Anlagenwasser nicht mit der geforderten

Heizwasserqualität in Einklang gebracht werden kann

Mindestvolumenstrom

Die Kesselbaureihe WTC-OB benötigt keine Mindestumlauf-

wassermenge.

Trinkwassererwärmung

Der Kaltwasseranschluss am Speicher ist nach DIN 1988

auszuführen. Bei solarer Trinkwassererwärmung und bei Anlagen

mit Festbrennstoffkessel ist einem Verbrühungsrisiko vorzu-

beugen.

Heizwasserqualität

Das Füll- und Ergänzungswasser muss den Anforderungen

der VDI Richtiline 2035 oder vergleichbaren nationalen oder

regionalen Vorschriften entsprechen.

ACHTUNG

© Copyright Max Weishaupt GmbH · Druck-Nr. 83505401, November 2023

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