Prämisse
Die Anlagenbeispiele sind als Vorschläge zu verstehen. Sie erset-
zen nicht die fachm
ännische Projektierung durch einen Fach-
planer oder einen Heizungsfachbetrieb. Die Anlagenschemen
erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie können nicht
als Montageanleitung genutzt werden, vielmehr sind sie auf die
jeweiligen Anlagenbedingungen anzupassen und zu ergänzen.
Als Basis für die Montage sind die jeweiligen Montage- und
Betriebsanleitungen der eingesetzten Produkte zu beachten.
Hydraulische Weiche
Sie entkoppelt den Primärkreis (Kessel) vom Sekundärkreis
(Heizkreis). Die Hydraulische Weiche wird eingesetzt wenn:
• bei Altanlagen die Volumenströme, Druckverluste etc. nicht
eindeutig bestimmbar sind.
• der Anlagenvolumenstrom größer als der zulässige Volumen-
strom des Heizkessels ist und dadurch der Kesselwiderstand
zu groß wird.
• Kessel mit eingebauten Pumpen und nachgeschalteten
Mischerkreisen eingesetzt werden.
Heizkreismischer
Weishaupt Heizsysteme können gleitend in Abhängigkeit von der
Außentemperatur betrieben werden. Zwar ist im System mit nur
einem Heizkreis nicht zwingend ein Mischer erforderlich, dennoch
ist der Einsatz sinnvoll für:
• Anlagen mit mehreren Heizkreisen
• Parallelbetrieb von Heizung und Trinkwassererwärmung
• präzise Vorlauftemperaturen, z. B. Fußbodenheizung
• die Einbindung zusätzlicher ungeregelter Wärmequellen
z. B. Solar, Holz, BHKW
Öl-Brennwertkessel mit integrierter Pumpe
In der Baureihe WTC-OB werden generell drehzahlgeregelte
Pumpen der Effizienzklasse A eingesetzt. Bei Anlagen ohne
Hydraulische Weiche wird die Drehzahl der Pumpe in Abhängig-
keit der Kesselleistung (2-stufig) variiert. In Verbindung mit
Hydraulischen Weichen wird die Pumpendrehzahl in Abhängig-
keit zur Temperatur des sekundärseitigen Volumenstroms ge-
regelt, um eine Rücklaufanhebung über die Hydraulische Weiche
zu verhindern
Hinweis
Viele weitere Hydraulik-Schemen finden Sie auf
dem Partner-Portal in unserer Hydraulikdatenbank.
Sicherheitstechnische Ausrüstung
Die sicherheitstechnische Ausrüstung der Anlage ist nach
DIN EN 12828 vorzunehmen, daher ist der Einsatz des
Kleinverteilerset Typ WHK 6.0 mit Sicherheitsventil 3 bar,
Manometer und Schnellentlüfter vorzusehen.
Ausdehnungsgefäß
Die Größe ist nach DIN EN 12828 bzw. DIN 4807, Teil 2 zu
bestimmen. Bei der Ermittlung des Anlagenvolumen ist bei
Anlagen mit Pufferspeichern der erhöhte Gesamtwasserinhalt
zu berücksichtigen.
Systemtrennung
Eine hydraulische Trennung des Brennwertkessels vom
Heizungsnetz über einen Wärmetauscher ist erforderlich:
• bei nicht-sauerstoffdichten Fußbodenheizungsrohren
• bei offenen Heizungsanlagen
• wenn aufgrund der statischen Höhe der maximal zulässige
Betriebsdruck des Kessels nicht ausreichend ist
• wenn das Anlagenwasser nicht mit der geforderten
Heizwasserqualität in Einklang gebracht werden kann
Mindestvolumenstrom
Die Kesselbaureihe WTC-OB benötigt keine Mindestumlauf-
wassermenge.
Trinkwassererwärmung
Der Kaltwasseranschluss am Speicher ist nach DIN 1988
auszuführen. Bei solarer Trinkwassererwärmung und bei Anlagen
mit Festbrennstoffkessel ist einem Verbrühungsrisiko vorzu-
beugen.
Heizwasserqualität
Das Füll- und Ergänzungswasser muss den Anforderungen
der VDI Richtiline 2035 oder vergleichbaren nationalen oder
regionalen Vorschriften entsprechen.
ACHTUNG
© Copyright Max Weishaupt GmbH · Druck-Nr. 83505401, November 2023
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