“Und so schufen die Einwohner Orta, / reich an Fischen, Früchten und schönen
Oliven. / Das auf gleicher Höhe gegenüberliegende Tal jedoch / ist Pella, / das seinen
Namen von der Honigwabe und den süßen Trauben der Weinreben bezieht”.
Enea Silvio Piccolomini, Papst Pius II, in “Egloga” (1434)
Seit immer schon haben die Familie und das Unternehmen Fantini ihre Wurzeln
in Pella am Ufer des Ortasees. In diesem kleinen aber besonderen Ort, vom dem
die Amerikaner meinten, er läge “in the middle of nowhere”, ist das Wasser der
unbestrittene und absolute Protagonist. Hier entstehen Produkte des täglichen
Gebrauchs, welche das Wasser in unsere Wohnungen bringen, so daß eine kleine
und gleichzeitig große Tradition mit einer magischen Ausstrahlung kontinuierlich
mit neuem Leben erfüllt wird.
Genauer betrachtet, entstehen die überragenden Leistungen Italiens so gut wie
immer in kleinen Ortschaften und Kleinstädten, an isoliert gelegenen, abgeschirmten
Orten, weit weg vom Chaos der großen urbanen Ansammlungen, welche nur selten
herausragende Innovationen entstehen lassen. Ganz so, als ob die Kreativität, um
sich auf bestmögliche Weise und mit ihrer gesamten Kraft auszudrücken, geistige
Abschottung, Konzentration und totale Hingabe fordern würde.
In primis: Die traditionelle Bedeutung der Umgebung
Der kleine, von Geheimnissen umwobene Ortasee verdient sich allein angesichts
einer facettenreichen Geschichte, die ihm so verschiedene Namen wie Orta, Cusio
und San Giulio gab, gegenüber allen anderen Seen Italien eine ganz besondere
Beachtung. Von dieser Besonderheit spricht bereits der hier geborene Gianni Rodari
in seinem Werk “Zweimal Lamberto oder das Geheimnis der Insel San Giulio” (1978):
“Der Ortasee, in dem die Insel San Giulio liegt, auf welcher der Baron Lamberto wohnt,
ist anders als alle anderen Seen des Piemont und der Lombardei. Ein eigenwilliger
See, der ganz seinen eigenen Ideen folgt. Anstatt, wie der Lago Maggiore, der Comersee
und der Gardasee, sein Wasser mit Disziplin in Richtung Süden zu schicken, schickt
er es nach Norden, so, als wolle er es nicht dem adriatischen Meer sondern dem
Monte Rosa schenken. Wenn Ihr Euch in Omegna auf den Platz des Rathauses
stellt, könnt Ihr sehen, wie aus dem Cusio ein Wasserstrom heraustritt, der direkt
auf die Alpen hinzu fließt. Kein großer Fluß, aber größer als ein Wildbach. Dieser
Fluß nennt sich Nigoglia und besteht darauf,daß man ihn in der weiblichen Form
mit “die Nigoglia” anspricht.
Das Netz der Geheimnisse wird des weiteren durch den “Heiligen Berg von Orta”
gewoben, der 2003 zusammen mit den ‘Heiligen Bergen’ der Lombardei und des
Piemont von der UNESCO in die Liste des Welterbes aufgenommen wurde.
Doch vor allem entsteht es durch das Benediktinerkloster der Insel San Giulio,
die Abtei “Mater Ecclesiae”, in der emsig arbeitende Nonnen in Klausur leben.
Die Anwesenheit dieser Nonnen hat im Laufe der letzten Jahre immer wieder dazu
beigetragen, den Ort mit Spiritualität zu erfüllen und jene mystische, feine und
meditative Atmosphäre zu unterstreichen, welche die hier wohnenden Menschen
erfaßt und sich auf alle Dinge des tagtäglichen Lebens am See ausdehnt.
Dann: Die Kraft des Wassers
Wer am Ortasee lebt, der fühlt sich ( – oder ist? – ) als ein wahrhaft ein wenig
besonderes Wesen: Gewohnt an eine Landschaft mit einer von der Zeit in einem
Kristall eingeschlossenen Schönheit, von einer feinen Luft, welche diese Landschaft
hin und wieder unwirklich erscheinen läßt, wie eine Erscheinung der Einbildung,
die von einem Moment auf den anderen verschwinden kann, wird sein Leben von
der Präsenz des Wassers, dem vorherrschenden Subjekt in der Tradition, in der
Weisheit und in der Phantasie des Volkes, und von der Kraft des Wassers geprägt,
die in allen seinen Formen im Mittelpunkt der Existenz und der Arbeit des Menschen
steht. Wie das Wasser des Sees, des Flusses, des Regens, der Quellen...
So sind Leben und Arbeit der Bewohner des Ortes, beinahe wie ein unausweichliches
und unergründliches Schicksal, ganz dem Wasser und dem Metall gewidmet, zwei
Themen, die seit Urzeiten eng miteinander verknüpft sind.
Schließlich: Das Design, das Erbgut des Unternehmens
Alle Erfindungen und Produkte, die im Hause Fantini entstehen, verfolgen ein klares
und ehrgeiziges Ziel, das niemand aus den Augen verliert: Die Grundidee, die
Formgebung und die Techniken der Realisation müssen Hand in Hand gehen, als
untrennbare Bestandteile einer Genesis im Zeichen der Perfektion, in der festen
Überzeugung, daß selbst das kleinste Detail dieses Mikrokosmos dazu beitragen
kann, die Qualität unseres Lebens zu verbessern.
So ist das Design die DNS und das Erbgut des Hauses und seiner langjährigen
Erfahrung. Doch ist das Ergebnis stets das einer Teamarbeit und einer Arbeitsweise
auf einer Bühne, auf der zahlreiche Darsteller auftreten, von denen jeder einzelne
seine eigene Rolle hat.
Eine Rolle, die jedoch keiner Rangordnung einer Hierarchie folgt sondern die
einzelne Person, ihre Qualitäten und ihre Fähigkeiten in den Mittelpunkt des
Schöpfungsprozesses setzt. So trägt, vom Designer bis zum Techniker und
vom Manager bis hin zum Arbeiter, jeder durch seine Arbeit zum finalen
Erscheinungsbild der Produkte des Hauses Fantini bei.
Hier also, in diesem kleinen Ort, der auf der Landkarte nur schwer zu entdecken ist,
ausgehend von der Fähigkeit, die besten Qualitäten der Arbeit und der Produktion
Italiens in die ganze Welt zu tragen, bietet Fantini seine Erzeugnisse heute in einem
internationalen Kreis an, der Shanghai, Sidney, New York, Buenos Aires, Mumbai
und Kapstadt mit Italien und dem Ortasee verbindet.
“En aquel entonces fue edificada por sus habitantes Orta, / rica en peces, fruta y
magníficas aceitunas. / Aquel valle, que enfrente, en medio, le corresponde, / es
Pella, / que recoge la miel del panal y dulces uvas de las vides”.
Enea Silvio Piccolomini, Papa Pio II de “Egloga” (1434)
Fantini, familia y empresa, están desde siempre profundamente radicados en
Pella, a orillas del Lago de Orta. En este pequeño burgo, muy especial, que los
americanos definirían ”In the middle of nowhere”, el agua es la protagonista por
antonomasia y aquí se crean productos para usar en la vida cotidiana que llevan
el agua a nuestras casas, renovando continuamente esa pequeña y gran magia
que hoy resulta ya indispensable.
Si bien se mira, las excelencias italianas nacen casi todas en pequeñas villas y
pueblos, en lugares aislados y protegidos, lejos del estruendo de las grandes
concentraciones urbanas, que, al contrario, raramente generan asombrosas
innovaciones. Como si la creatividad, para expresarse del mejor modo posible
con toda su fuerza, necesitara aislamiento, concentración y completa dedicación.
En primer lugar, la importancia del lugar en aquel entonces..
El Lago de Orta, pequeño y lleno de misterios, si se piensa ya en la historia compleja
de sus múltiples denominaciones – Orta, Cusio, San Giulio –, resulta muy especial
respecto a todos los demás lagos italianos. De esta especificidad escribe Gianni
Rodari, que nació aquí, en “Érase dos veces el Barón Lamberto (1978):
“El lago de Orta, en el cual surge la isla de San Giulio y del barón Lamberto, es
diverso de los otros lagos piemonteses y lombardos. Es un lago que hace lo que
le da la gana. Es un original que, en vez de mandar sus aguas al sur, como hacen
disciplinadamente el Lago Maggiore, el lago de Como y el lago de Garda, las manda
al norte, como si las quisiera regalar al Monte Rosa, en vez que al mar Adriático”.
Si uno se sitúa en Omegna, en la plaza del Ayuntamiento, verá que sale del Cusio
un río que apunta directamente a los Alpes. No es un gran río, pero tampoco un
arroyuelo. Se llama Nigoglia y usa el artículo femenino: la Nigoglia”.
Concurre también a alimentar el misterio el Sacro Monte de Orta, que en 2003,
junto con los otros Sacri Monti de la Lombardía y del Piemonte, la UNESCO
incluyó en la lista de lugares patrimonio de la humanidad.
e
s
p
a
n
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